Rien ne va plus: Wenn alte Strategien nicht mehr greifen
Rien ne va plus: Wenn alte Strategien nicht mehr greifen

Rien ne va plus: Wenn alte Strategien nicht mehr greifen

29.07.25

In dieser Legung begegnen wir einem König der Stäbe, einem Archetyp, der für Selbstbewusstsein, Charisma und Willenskraft steht. Ein Mensch, der es gewohnt ist, mit Verführung, Kontrolle und Charme zu erobern.
Selten stößt er auf Widerstand, zumindest nicht bei dem, was er begehrt.

Doch diesmal begegnet er dem Archetypen einer Königin der Schwerter, klar, nüchtern, unabhängig und analytisch. Eine weibliche Energie, die konsequent Grenzen setzt, sich nicht verführen lässt, nicht auf äußeren Glanz reagiert und gerade dadurch etwas in ihm auslöst.
Sie fordert ihn heraus auf einer Ebene, die er so nicht erwartet hätte.

Emotionale Tiefe und echte Verbindung, nicht äußere Kontrolle oder Status sind das, was zählt. Und das trifft ihn unvorbereitet.
Denn dieser König ist jemand mit großem Stolz, der es gewohnt ist, Einfluss zu haben. Wird er zurückgewiesen, empfindet er das als schmerzhaft, nicht, weil ihm etwas entzogen wird, sondern weil sein innerstes Selbstbild erschüttert wird.

Hier zeigt sich auch der Archetyp des Ritters der Stäbe: impulsiv, leidenschaftlich, manchmal rastlos, immer auf der Suche nach dem nächsten Kick. Er steht für die Tendenz, sich durch Lust, neue Eroberungen oder Abenteuer von unangenehmen Gefühlen abzulenken.

Doch jetzt läuft sein bisheriger Weg ins Leere (2 der Stäbe).
Er steht an einem Punkt, an dem sich etwas ändern darf, nicht im Außen, sondern in ihm selbst.

Vielleicht darf er erkennen, dass echte Verbindung nicht durch Kontrolle (der Herrscher) entsteht, sondern durch den Mut sich auch verletzlich zeigen zu können.
Vielleicht ist das keine Niederlage, sondern der Beginn von Reifung durch Geduld, innerer Stärke und Selbstbeherrschung.

Sterne, Kompass, Störche stehen für eine  Neuausrichtung und Kurskorrektur, die zu einer positiven Veränderung führen.
Fuchs & Lupe mahnen und warnen: Schau ehrlich hin: Wo täuschst du dich selbst  oder versuchst, andere zu steuern? Was wäre, wenn du deine Strategie loslässt?

Warum passiert das gerade jetzt?

Diese Legung ist nicht zufällig. Sie steht in Resonanz mit den aktuellen astrologischen Bewegungen:

Pluto im Wassermann (Schatten, Macht, Tiefe) steht in Opposition zur Sonne im Löwen (Selbstausdruck, Strahlkraft, Ego).

Die Sonne im Löwen will strahlen, gesehen und  bewundert werden.
Pluto in Wassermann bringt die Schatten an die Oberfläche, besonders dort, wo das Ego sich über andere stellt oder Kontrolle ausüben will.
Das kann sich anfühlen wie eine innere Entmachtung, aber eigentlich ist es eine Einladung zur echten Transformation.

Was bleibt von mir, wenn niemand mehr klatscht?

Chiron im Widder, der verwundete Krieger, ab 30.07.2025 bis Anfang 2026 rückläufig, bringt zusätzlich die Wunde im „Ich bin“ an die Oberfläche.

Gerade dann, wenn wir glauben, stark, unberührbar und durchsetzungsfähig sein zu müssen, zeigt sich der Schmerz des Nicht-genug-Seins.
Nicht, um uns zu schwächen, sondern um uns ehrlich werden zu lassen. Diese Zeit fordert uns nicht auf, besser zu funktionieren, sondern wahrhaftiger zu leben.

Nicht nur zu brennen, sondern auch zu fühlen.
Nicht nur zu wollen, sondern auch präsent zu sein und zuzuhören.
Nicht nur zu beeindrucken, sondern uns ehrlich zu zeigen.

Die Ablehnung, die der König der Stäbe vielleicht gerade erlebt,
ist kein Scheitern, sondern eine Einladung, alte Muster loszulassen
und zu entdecken, dass echte Verbindung dort beginnt,
wo das Ego schweigt  und das Herz spricht.

 

 

Verwendete Karten:

Tarot Illuminati by Erik C. Dunne, Lo Scarabeo

Gilded Reverie Lenormand by Ciro Marchetti

 

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