Baby, one more time
Baby, one more time

Baby, one more time

Venus-südl.Mondknoten Konjunktion
03.10.25

Wenn Venus auf den südlichen Mondknoten in Jungfrau trifft, was gerade passiert, erwachen Geschichten, die längst abgeschlossen schienen. Manchmal taucht tatsächlich ein Mensch aus deiner Vergangenheit wieder auf, manchmal begegnest du jemandem, der so vertraut wirkt, als würdest du ihn schon ein Leben lang kennen. In beiden Fällen ist das Gefühl gleich. Etwas will sich wiederholen. Du wirst zurückgerufen an einen Punkt, an dem eine Entscheidung aussteht.

One more time oder diesmal bewusst anders?

Der Ritter der Stäbe bringt die Leidenschaft. Er tritt feurig in dein Leben mit dem Versprechen, etwas wieder zu entzünden, das nie ganz erloschen ist. Er ruft die Sehnsucht wach, die Lust, die Leidenschaft, die Erinnerung daran, wie lebendig du sein kannst. Doch gleich danach folgt die Stimme der Kontrolle, die festhalten will. Sicherheit, Perfektion, das Bedürfnis, alles zu berechnen, alles im Detail zu planen und keinen Fehler zuzulassen. Zwischen diesen beiden Polen entsteht die Spannung: Die eine Seite will sich ins Feuer werfen, die andere hält krampfhaft fest.

Hier zeigt sich, was diese Konjunktion sichtbar macht: bestimmte alte, karmisch geprägte Muster. Hier im Lenormand durch das Labyrinth darrgestellt. Es sind Gewohnheiten und innere Programme, die dich unbemerkt in ähnliche Situationen führen. Der Versuch, jedes Detail zu kontrollieren, um keine Verletzung zu riskieren. Der Anspruch, perfekt zu sein, damit die Liebe Bestand hat. Das endlose Über-Analysieren, Gefühle zerdenken, statt sie zu fühlen. Der Planungszwang, der Beziehungen wie Projekte behandelt, Risiken ausschließt und das Leben erstickt. Das Klammern an Sicherheit, auch wenn es längst nicht mehr lebendig ist. Die Angst vor Intimität, körperlich zu reagieren, aber emotional unnahbar zu bleiben, um nicht verwundbar zu sein. Und schließlich die Wiederholung karmischer Begegnungen; Menschen ins Leben ziehen, die vertraut wirken, weil sie dich zwingen, diese alten Geschichten noch einmal zu durchlaufen.

Das Gericht erinnert dich daran: Befreiung heißt nicht, dass du alles loslassen musst, nicht jede Liebe, nicht jede Bindung. Befreiung heißt, die Dynamik zu erkennen und bewusst zu wählen, ob du ihr noch dienen willst. Zum Beispiel: „Ich verliere mich, wenn ich mich hingebe“ oder „Ich klammere, wenn ich Angst habe.“ Sobald du es siehst, hast du die Wahl: noch einmal zurück in den alten Kreis, oder diesmal in einen neuen Weg.

Und währenddessen flüstert die Hohepriesterin, dass nicht alles ausgesprochen werden muss. Denn das Wichtigste liegt tiefer in der unausgesprochenen Sehnsucht, in den Gefühlen, die du bisher verborgen hast, in dem, was zwischen zwei Blicken geschieht, wenn kein Wort mehr nötig ist.

So bringt dich diese Konjunktion nicht nur mit einem Menschen in Kontakt, ob alt oder neu, ob real oder in deinen Erinnerungen. Sie bringt dich mit dir selbst in Kontakt. Mit deiner Art zu lieben, mit deiner Verlustangst, mit deiner Sehnsucht, dich fallen zu lassen, ohne den Boden zu verlieren.

Zwischen Reue und Rückfall liegt nur ein Kuss. Und dieser Kuss entscheidet, ob du wieder ins alte Muster fällst oder oder du dich befreist, endlich neu zu lieben.



Verwendete Karten:

Gilded Reverie Lenormand, Ciro Marchetti, U.S. Games Systems
Wheel of the Year Tarot, Maria Caratti & Antonella Platano, Lo Scarabeo
Oracle of Mystical Moments, Catrin Welz-Stein, U.S. Games Systems
Astro Cards, Tanja Brock, Königsfurt-Urania Verlag

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