Der Wolf im Schafspelz
Der Wolf im Schafspelz

Der Wolf im Schafspelz

4.8.25

Die Älteren unter uns erinnern sich vielleicht noch an die Fernsehsendung: Nepper, Schlepper, Bauernfänger“ aus den 90er Jahren.
Dort ging es um scheinbar harmlose Angebote,  die sich am Ende als glatte  Abzocke herausstellten.
Was damals Kaffeefahrten und Staubsaugerverträge waren, findet heute oft auf viel  subtilere Weise statt. 

Gleiche Masche, neuer Anstrich.

Und manchmal, wie in dieser Legung, erkennt man: Der Wolf hat längst das Schafsfell übergezogen.

Es beginnt mit einem Lächeln. Ein sympathischer Mensch. Professionell, offen, zugewandt.
Man hat das Gefühl, hier geht was gemeinsam.
Vielleicht ein Jobangebot, ein Projekt, ein finanzielles Investment, vielleicht die Chance auf den ganz großen Gewinn.
Die Stimmung ist gut. Die Worte sind freundlich.
Und die Zahlen, die machen echt was her und wirken stimmig.

Es geht schnell. Vertrauen ist da. Ein Vertrag liegt auf dem Tisch. Ein Handschlag besiegelt das Ganze.
Und man denkt: Das ist meine Chance.

Und dann die Wendung. Zahlungen bleiben aus.  Zusagen werden plötzlich neu formuliert.
Verantwortung wird dir zugeschoben. Nachfragen werden abgeschmettert.
Und während du noch versuchst zu verstehen, bist du schon längst in der Falle.

Der Vertrag bindet. Und dein Einsatz, ob Zeit, Geld oder Ruf, ist bereits verbraucht.

Am Ende bleibt der Ruin. Das Projekt geplatzt. Das Geld weg. Die Tür zu. Und du am Boden.

Die Person, die eben noch so freundlich war, hat sich zurückgezogen oder gibt dir sogar die Schuld und hatte genau das geplant. Du warst von Anfang an nur Mittel zum Zweck. Es ging nie um dich. Es ging um Vertrauen und was man daraus schlagen konnte. 

So fühlt es sich an, wenn man betrogen wurde. Klar, vielleicht rechtlich sauber. Aber menschlich eiskalt.

Woran man solche Menschen erkennen kann:

Wer dich schnell binden will, meint es meist nicht gut.
Wenn alles zu glatt klingt, steckt oft Absicht dahinter.
Kein ehrlicher Mensch hat Angst vor Fragen.
Wenn deine Intuition dir sagt,  Etwas stimmt hier nicht, nimm es ernst.

Was du tun kannst:

Verträge prüfen lassen, egal wie sympathisch jemand wirkt.  Lass dich nicht drängen.
Rede mit jemandem, der emotional nicht eingebunden ist.
Und wenn du raus willst: Tu es, auch wenn es unbequem ist.

Die 10 der Schwerter zeigt das schmerzhafte  Ende. Im klassischen Tarot, ein Mensch mit 10 Schwertern im Rücken.
So endet ein Betrug, den man nicht kommen sah.
Und so klar muss man ihn auch benennen. Denn nur wer hinsieht, kann sich schützen.
Nicht mit Angst. Sondern mit Wachsamkeit.
Und mit dem Mut, nein zu sagen, bevor es zu spät ist.



Verwendete Karten:

Gilded Reverie Lenormand by Ciro Marchetti, U.S. Games Systems, Inc.

City Labyrinth Tarot, Wren McMurdo Brignac, Hay House Verlag.

What´s The Tea, by Fire Witch Tarot

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