Wir sehen einen alternden König mit langem, weißem Haar. Er sitzt zusammengesunken auf seinem einst prunkvollen Thron, sein Kopf tief auf die Brust gesenkt. Der goldbestickte Saum seines Gewandes ist zerrissen, als hätte auch er den Glanz früherer Tage verloren. An der kalten Steinwand hinter ihm hängen vier Schwerter. Einst Symbole seiner Macht und Stärke. Jetzt ruhen sie still. Beiseite gelegt. Aus dem Dienst entlassen.
Dieser König ist müde geworden. Nicht nur vom Kämpfen, sondern auch vom Hoffen. In seinem Rücken liegt das Ass der Stäbe, einst ein Zeichen von Inspiration, Enthusiasmus, Leidenschaft und Schaffenskraft. Doch nun scheint all das erloschen. Was bleibt, ist ein Hauch von Lebensmüdigkeit. Etwas ist gescheitert. Vielleicht ein Traum, ein Projekt, ein Vorhaben, für das er einst brannte. Vielleicht fehlten ihm die nötigen Informationen, vielleicht die Mittel. Vielleicht einfach die Kraft.
Es könnte sich hier um jemanden handeln, der sich in einer tiefen Lebenskrise befindet. Erschöpfung, fehlende Lebensfreude und Energieverlust, wie sie in diesen Karten sichtbar werden, sind oft Symptome dafür, dass wir unseren inneren Kurs verloren haben.
Die 2 der Schwerter, das Ass der Münzen und die 4 der Kelche zeigen, dass der Schmerz über eine verpasste Chance ihn hat blind werden lassen für das, was noch vor ihm liegt. Eine neue, goldene Gelegenheit wird ihm gereicht, doch er sieht sie nicht. Sein Blick bleibt auf den Verlust gerichtet, nicht auf das, was noch möglich ist.
Die Lenormandkarten bestätigen diese Energie. Das Kind, die Sonne, die Blumen sind Symbole für Neuanfang, Lebensfreude und kreative Impulse. Doch sie stehen im Kontrast zu den Mäusen und dem Herrn. Etwas nagt an ihm. Zweifel, Enttäuschung, Erschöpfung. Vielleicht sogar Depression. Der Mann scheint das Schöne, das ihm das Leben noch reichen will, nicht mehr wahrzunehmen.
Und dann sehe ich, dass sich unter der Karte der Mäuse eine weitere Karte versteckt hatte. So etwas liebe ich ja. Erst auf den zweiten Blick wurde sie sichtbar. Der Kompass mit der Zahl 42. Er steht für eine neue Ausrichtung. Dafür, wieder Klarheit über den eigenen Weg zu gewinnen und sich auf das zu besinnen, was im Leben wirklich zählt. Auf das, was uns glücklich macht.
Wenn wir uns an das Buch „Per Anhalter durch die Galaxis“ erinnern, wissen wir:
Manchmal ist die Frage wichtiger als die Antwort.
Denn die Frage lenkt unseren Blick auf das, was noch werden kann.
Die Antwort kommt nicht immer sofort. Aber die Richtung zeigt sich leise, immer klarer und irgendwann unverkennbar.
Rechnet man die Kartenzahlen mit den Mäusen zusammen, ergibt sich die 104. Eine Zahl, in der die Null die Energie der Eins und der Vier verstärkt. Sie ermutigt, Ziele und Träume nicht aufzugeben, selbst wenn Rückschläge den Weg erschwert haben.
Fügt man jedoch stattdessen die 42 des Kompasses hinzu, ergibt sich die 123. Sie steht für Fortschritt, Neubeginn und die Vereinfachung des Lebens. Vielleicht sind es gar nicht die großen Ereignisse, die uns wirklich glücklich machen. Vielleicht liegt das Glück in den einfachen, alltäglichen Momenten?
Doch was hilft, um zurück in die eigene Kraft zu finden?
Ein Blick ins Geburtshoroskop kann Hinweise geben; vor allem auf den nördlichen Mondknoten, der die Richtung anzeigt, in die wir uns im Laufe unseres Lebens entwickeln dürfen und der so etwas wie Erfüllung verspricht.
Besonders spannend ist, dass am 17. Februar 2026 ein Neumond im Zeichen Wassermann stattfindet. Ein kosmischer Moment mit außergewöhnlicher Magie. Der Wassermann liebt das Neue, das Unkonventionelle. Er wagt Abenteuer, öffnet sich mutig für neue Wege und Ideen. Auch scheut er sich nicht davor ein Risiko einzugehen.
Und als wäre das nicht genug, ereignet sich am selben Tag auch eine ringförmige Sonnenfinsternis. Eine Konstellation, die innere Prozesse unterstützt und uns dabei hilft, uns von alten Mustern, hinderlichen Gewohnheiten und überholten Vorstellungen zu lösen.
Damit eröffnet sich ein günstiger Zeitpunkt, um sich vielleicht von äußeren Erwartungen zu befreien und den Mut zu fassen, alte Träume neu zu denken. Neue Türen können sich für jene öffnen, die bereit sind, ihren Blick wieder aus der Frustration zu heben, statt den Kopf hängen zu lassen.
Was ist nötig dafür?
Vor allem eines:
Die Aufmerksamkeit auf das zu richten, was entstehen darf,
nicht auf das, was vergangen ist.
Ist manchmal leichter gesagt, als getan. Ich weiß. Aber wir können es ja mal versuchen, oder?
Verwendete Karten:
The Gilded Reverie Lenormand, Ciro Marchetti, U.S. Games Systems Inc.
Vice Versa Tarot, Massimiliano Filadoro & Lunaea Weatherstone, Lo Scarabeo.